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Jeder stirbt für sich allein

rezensiert von Pingi am 16. Januar 2017 um 17:06
 

Der zweite Weltkrieg eignet sich immer wieder, um neue dunkle Kapitel zu schreiben oder nachzuerzählen. Besonders die deutsche Geschichte bietet jede Menge Stoff dafür. Die Romanverfilmung “Jeder stirbt für sich allein” nach dem glechnamigen Werk von Hans Fallada. Der Roman basiert übrigens auf einer wahren Begebenheit. Mit einer internationalen Besetzung aus britischen und deutschen Stars versuchte Regisseur Vincent Perez dem Roman ein Gesicht zu geben.

Im Berlin um 1940 beginnt die Geschichte in einem Wohnhaus mit mehreren Parteien. Es sind durchschnittliche Menschen, die in einem Deutschland leben, welches sich nun im Krieg befindet. Das Arbeiterehepaar Otto und Anna Quangel verlieren ihren einzigen Sohn in der Schlacht. Nach dem Verlust ihres Kindes wird ihr Weltbild infrage gestellt und sie beginnen, Postkarten mit antifaschistischen Botschaften zu verteilen. Auch als sie erfahren, wie gegen eine jüdische Nachbarin intrigiert wird, bestärkt es das Paar gegen das NS-Regime irgendwie Paroli zu bieten. Otto will erst den Kampf allein wagen, doch seine Frau weigert sich, ihn alleine diesen Kampf aufzunehmen. Doch auch die anderen Bewohner des Mietshauses haben ihre Päckchen zu tragen: Ein Denunziant, der versucht die Jüdin zu verraten und selbst von der Gestapo erpresst wird, ein Pärchen, das versucht durch Kleinkriminalität zu überleben…. und über jedem schwebt der Schleier der Angst.

Vincent Perez Film hält sich eng an die Romanvorlage. Emma Thompson und Brendan Gleeson als Anna und Otto Quangel spielen einfühlsam und lebendig ihre Rollen. Mit Daniel Brühl als Denunziant Escherich wurde auch hochkarätige deutsche Besetzung hinzugefügt. Für meinen Teil empfinde ich es nur leider als klischeehaft, dass die “böse” deutsche Rolle wieder von einem deutschen gemimt wird. Auch weitere deutsche Darsteller befinden sich in der Cast. Nahe Kameraeinstellungen und teilweise etwas überladene Dialoge ziehen den Film allerdings etwas in die Länge. Aufgrund der Schwere der Geschichte ist es, wie bei fast jeder Romanverfilmung schwer, auch wirklich ans literarische Original ran zu kommen. Perez ist das größtenteils gelungen.  Das Thema “Alltagsgeschichten aus dem zweiten Weltkrieg” wurde und wird eben gerne als Filmstoff benutzt, vielleicht ist das aber auch das Einzige, was man diesem sonst sehr gelungenen Film vorwerfen könnte.



Fazit: Alltagsgeschichten aus Berlin der 40er Jahre - nett verfilmt, aber vorhersehbar.

Bewertung:

Genre: Drama

Länge: 103 Min.

Kinostart: Ab 18.11.2016 im Hollywood Megaplex und Metropolkino.

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