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Magic in the Moonlight

rezensiert von Clemens am 7. Dezember 2014 um 00:20
 

Ich habe mir mal wieder einen Woody Allen Film „gegönnt“. Seine Filme sind wie kurze Urlaube, wie Auszeiten vom Leben da draußen. Man geht ins Kino und lässt sich mitnehmen in eine Traumwelt, wo es keiner beeindruckenden Animationen, keiner aufwendigen Actionsequenzen oder Special Effects bedarf. Woody Allen erzählt, und wir hören zu und verlassen den Kinosaal zufrieden. So ist es auch bei „Magic in the Moonlight“, dem neuesten Werk des Altmeisters.

Wir befinden uns in den 1920ern und Stanley (Colin Firth), ein berühmter Illusionist, reist auf die Bitte eines Freundes an die Côte d´Azur, um die Hellseherin Sophie (Emma Stone) als Schwindlerin zu entlarven. Doch während er zu Beginn der angeblichen Scharlatanerie mit seinem zynischen Pragmatismus begegnet, beginnt sein arrogantes Ego bald zu bröckeln und erste Zweifel dringen in sein strukturiertes Weltbild. Am Ende muss er sich zwischen glücklicher Illusion oder unglücklicher Wirklichkeit entscheiden.

Was dem Film sehr gut gelingt, ist das ausschweifende und luxuriöse Leben der Oberschicht darzustellen und der malerische Hintergrund der Côte d´Azur trägt ebenso dazu bei, in die Stimmung jener Zeit einzutauchen. Auch in der Besetzung der Nebenrollen beweist der Regisseur ein gutes Händchen, Eileen Atkins als Tante Vanessa scheint den Golden Girls entsprungen zu sein und Marcia Gay Harden gibt eine überzeugende Mutter von Sophie. In den Hauptrollen besticht Colin Firth als hochnäsiger, arroganter und selbstgefälliger Zyniker, Emma Stone als schlagfertiges, etwas verträumtes Medium. Doch die wahre Magie des Films entfaltet sich erst durch das Spiel der beiden miteinander. Zu sehen, wie der Meisterillusionist ein ums andere Mal mit seiner Logik an der kecken Hellseherin scheitert, macht einfach riesigen Spaß. Und Woody Allen schafft es, dass auch der Zuschauer zu Beginn den scheinbaren Betrug noch aufdecken will, mit Fortdauer aber immer mehr den Wunsch hat, dass es doch Magie im Leben gibt. Die Auflösung dieses Zaubers hält am Ende dann auch noch eine gelungene Überraschung bereit.



Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über die Liebe und die Welt jenseits der Rationalität. Ein echter Gute-Laune-Kino-Abend.

Bewertung:

Genre: Komödie

Länge: 98 Min.

Kinostart: Ab 05.12.2014 im Hollywood Megaplex und Metropolkino.

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