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Silver Linings

rezensiert von PhilippR am 3. Januar 2013 um 22:49
 

Pat (Bradley Cooper) wird von seiner Mutter (Jakie Weaver) aus der psychiatrischen Klinik in Baltimore abgeholt und nach Hause gebracht. Er wurde eingeliefert da bei einem Wutausbruch eine bisher nicht diagnostizierte bipolare Störung zu Tage kam. Dieser Wutanfall wurde dadurch ausgeloest, dass er seine Frau mit einem Arbeitskollegen in der Dusche antraf.

Zuhause schwört Pat sich zu bessern um seiner Frau zu zeigen, dass er sie liebt. Er liest Bücher um seine Stelle als Lehrer wieder zu erlangen, geht zur Therapie. Doch die Familie birgt wenig Stabilität für Pat. Langsam zeigt der Regisseur David O. Russell in welchem Familienkonstrukt der Hauptcharakter aufgewachsen ist. Da ist zum einen die zurückhaltende Mutter, welche vor allem um das Wohl des Sohnes besorgt ist und sonst wenig zu sagen hat. Abgesehen von ihren Versuchen Streitigkeiten mittels Krappencocktail zu schlichten tritt sie wenig in Erscheinung. Gespielt von der völlig unterforderten Jackie Weaver.

Der Vater hingegen(Robert De Niro) ist das Zentrum der Familie. Mit ein paar Wetten versucht das pedantische Familienoberhaupt sich den Traum eines eigenen Kaffees zu erfüllen und verpflichtet umgehend auch jeden in der Familie zu diesem Projekt. Pat fällt es schwer sich in dieses Gefüge einzuordnen und so lenkt er schnell das Auge der Stadt und somit auch der Polizei auf sich. Verzweifelt versucht er Hoffnungsschimmer zu finden, doch die titelgebenden Silberstreifen am Horizont sind spärlich. Einzig die ebenfalls psychiatrisch diagnostizierte Tiffany (Jennifer Lawrence) scheint bereit zu sein den Kontakt zwischen Pat und seiner Frau, trotz eines gerichtlichen Beschluss, herstellen zu wollen. Jedoch erwartet sie sich eine Gegenleistung und so beginnt sich Pat öfter mit ihr zu treffen und für einen Tanzwettbewerb zu proben.

Der Film ist bemüht darauf Realität zu vermitteln. Der Hauch von Kitsch wird, abgesehen vom Ende, im Keim aus Neurosen, Depressionen und leichten Psychosen erstickt. Die Kamera fängt hauptsächlich Pastelltöne ein; nur kein zu auffälliges Schimmern. Das was zum Schluss falsch wirkt sind die anderen Teilnehmer des Tanzwettbewerbs. Wenn man so will, eine Absage an die Oberflächlichkeit.

Zwei mal tritt ein Junge im Film auf und versucht mittels Kamera Pat für ein Schulprojekt über psychiatrische Störungen zu interviewen. Er wird abgewiesen. Der Junge, welcher getrieben durch das Spannungsfeld aus Wissbegierde und Voyeurismus nie eine wirkliche Antwort auf seine Fragen bekommt ist ein Symbol für den Filmemacher. Denn manchmal verbirgt sich hinter einer Liebesgeschichte auch ein Plädoyer dafür nicht die Augen zu schliessen vor ‚Verrückten‘ sondern sie als das zu sehen was sie sind. Menschen die an ihrem Umfeld und an sich leiden, die jedoch mit dem richtigen Blick gegen Himmel den Silberstreifen finden.



Fazit: Kurzweilige Betrachtung der Liebe in instabilen Zeiten.

Bewertung:

Genre: Komödie

Länge: 120 Min.

Kinostart: Ab 03.01.2013 im Hollywood Megaplex und Metropolkino.

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