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Drive

rezensiert von PhilippR am 25. Januar 2012 um 21:16
 

Der Film ‚Drive‘ des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn, machte sich bei uns hauptsächlich durch zwei Meldungen die ihm voraus eilten bemerkbar. Bei den Filmfestspielen in Cannes konnte der Regisseur den Preis für  die beste Regie gewinnen. Die andere Meldung hingegen ist weniger schmeichelnd gewesen, denn der Film wurde verklagt weil sein Trailer anscheinend einen anderen Film verspricht. Und mag man einigen Berichten Glauben schenken, so hatte Universal tatsächlich vor einigen Jahren sich die Rechte an James Sallis gleichnamigen Roman gekauft und wollte einen Film wie ‚Fast And The Furious‘ produzieren. Ryan Gosling, einer der im Moment hell leuchtendsten Sterne am jungen Hollywood-Himmel wurde gewonnen, doch dieser stellte eine Bedingung: er wolle sich den Regisseur aussuchen. So führte das Eine zu dem Anderen und das Projekt begann Form anzunehmen.

Driver(Ryan Gosling) verdient sein Geld in der Stadt der Engel, L.A.; dort arbeitet er als Stuntman und fährt in Filmproduktionen das Auto. Der Film beginnt mit der Skyline dieser schillernden Stadt. Wir sehen Driver in einem Auto, er blickt auf die am Lenkrand montierte Armbanduhr und wartet. Worauf er wartet wird dem Zuseher schnell bewusst. Der namenlose Stuntman fährt das Fluchtauto für  Verbrecher. Und als diese endlich in das Auto springen, beginnt die Flucht vor der sich ankündigenden Polizei. Doch anders als in den üblichen  Verfolgungsjagden, setzt die Kamera den Schwerpunkt auf den Fahrer. Man sieht weniger die quietschenden Reifen, viel mehr sind es die Lichter der Stadt die am Fahrer vorbeiziehen.

Driver, dessen gesamte Biographie so wie sein Name unbekannt bleiben, trifft eines Tages seine Nachbarin (Carey Mulligan). Die beiden beginnen langsam besser kennen zu lernen. Ihr Mann sitzt im Gefängnis und so übernimmt Driver ein wenig auch die Vaterrolle fuer den jungen Sohn der Nachbarin. Dieser Beginn der Handlung wirkt wie ein Liebesfilm, einfühlsam und ruhig beobachtet man die Zuneigung der beiden. Doch dann kommt der Mann aus dem Gefängnis und mit ihm, so scheint es, kehrt die Kriminalität in das Leben der beiden wieder ein. Es tauchen Männer auf die brutal Schutzgeld holen wollen, er solle einen Laden ausrauben und so das Geld beschaffen. Driver will das Glück seiner Nachbarin Irene beschützen und will ihrem Mann beim Raub helfen. Doch der Überfall verläuft nicht nach Plan und so muss Driver bald feststellen, dass einige seiner Freunde nicht ganz so freundlich sind wie gedacht.

Es gibt eine Szene welche den ‚Übergang‘ von einem zum anderen Genre wunderbar zeigt. Irene und Driver befinden sich im Aufzug ihres Wohnhauses, es steigt ein Mann in den Aufzug mit ein, bei sich trägt er eine Waffe. Driver küsst Irene zärtlich, drückt sie danach zur Wand des Aufzugs und beginnt den Mann zu attackieren. Brutalität dominiert von nun an die Geschichte und die Bilder welche uns der Regisseur  vorsetzt. Diese Szene, welche manchmal in Zeitlupe ist, lässt sich wie der Film auch als Märchen lesen: ein Ritter, dessen Unschuld schnell unglaubwürdig wird, begibt sich auf ein Abenteuer um die (Unschuld seiner) Prinzessin zu retten. Er will das Vollkommene schützen, da er sich bewusst ist, dass er längst unvollkommen ist.

Auf seiner Reise wird der Stuntman auch immer von einer sehr Synthesizer-lastigen Popmusik begleitet. Der Regisseur sagte in einem Interview, dass es eine der Grundideen des Films war einen Mann dabei zu beobachten wie er in der Nacht mit einem Auto die Stadt abfährt und dabei als Ausgleich laute Popmusik hört. Dies und noch viel mehr konnte der Regisseur mehr als gelungen umsetzten. Und das obwohl er selbst keinen Führerschein besitzt.



Fazit: Ein vielschichtiger Film der sich schwer in ein Genre einordnen lässt, einen aber packt und auf eine unglaubliche Fahrt mitnimmt.

Bewertung:

Genre: Action

Länge: Min.

Kinostart: Ab 27.01.2012 im Hollywood Megaplex und Metropolkino.

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