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Birdman – oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit

rezensiert von Clemens am 3. Februar 2015 um 23:55
 

Manchmal sagt ein Titel viel über einen Film aus – bei „Birdman – oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“ ist dies definitv der Fall.

Riggan Thomson (ein großartig aufspielender Michael Keaton) ist ein abgehalfterter Filmstar, der vor über 20 Jahren mit der Rolle des Helden der Comicbuchverfilmung Birdman international Ruhm und Erfolg erlangen konnte. Seitdem ging seine Karriere steil bergab und Thomson verschwand aus dem Rampenlicht. Genau dahin will er nun wieder zurück und steht kurz vor der Premiere eines Stückes am Broadway, in dem er selbstverständlich die Hauptrolle spielt und Regie führt. Neben seiner frisch aus dem Drogenentzug entlassenen Tochter (Emma Stone) und des zwar brillanten aber egozentrischen Darstellers Mike (Edward Norton) macht ihm nicht zuletzt sein alter Ego Birdman zu schaffen. Dieser hat sich in Thomsons Kopf eingenistet und versucht diesen ständig davon zu überzeugen, Birdman 4 zu drehen und all die anderen schauspielerischen Lächerlichkeiten sein zu lassen.

Klingt alles etwas verwirrend? Soll es auch! Denn Birdman ist kein Film um sich zurück zu lehnen und berieseln zu lassen. Birdman verwirrt, begeistert, verwundert, amüsiert und lässt einen am Ende etwas ahnungslos zurück. Dafür sorgen nicht nur die großartigen Schauspieler, sondern auch die technischen Facetten, die hier geboten werden. So kommt der Film gänzlich ohne (sichtbare) Schnitte aus, die Kamera verfolgt die Protagonisten ständig und so bleibt kaum Zeit, das Gesehene zu verarbeiten oder seinem Hirn eine Pause zu gönnen. In Verbindung mit einem größtenteils minimalistisch aber umso mehr einzigartigen Soundtrack wird man hier mit einem Film konfrontiert, den man so von Hollywood nicht erwartet hätte.

2 GOLDEN GLOBES (Bester Darsteller Michael Keaton, Drehbuch) und 9 OSCAR-Nominierungen (Bester Film, Darsteller Michael Keaton, Nebendarsteller Edward Norton, Nebendarstellerin Emma Stone, Regie, Drehbuch, Kamera, Tonschnitt, Ton) sind ein Beweis für dieses filmische Meisterstück.



Fazit: Ein filmisches Meisterwerk voll von schwarzem Humor und vielschichtigen Geschehnissen.

Bewertung:

Genre: Tragikkomödie

Länge: 119 Min.

Kinostart: Ab 30.01.2015 im Hollywood Megaplex und Metropolkino.

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